Mit Spannung wurden die diesjährigen Themen des traditionellen Weiterbildungstages erwartet. Zahlreich waren die Jugendwarte der Feuerwehren des Landkreises Günzburg der Einladung des Kreisjugendwartes Willi Sauter gefolgt. Belohnt wurden die Ehrenamtlichen durch interessante Themen und begeisternden Referenten.

Im ersten Teil des Tages fesselte Peter Hirsch von der Kriminalpolizei Neu-Ulm mit Hintergrundinformationen zum Thema „Gefahren der neuen Medien“. Nachdem die Zahl der Internetnutzer in den letzten Jahren rasant zugenommen hat, können sich auch die Jugendverbände diesem Thema nicht verschließen. Ein großer Teil der User nutzt mehrmals täglich verschiedene soziale Netzwerke. Diese bringen natürlich nicht nur Vorteile sondern auch besondere Fallstricke mit sich. Deutlich dargestellt wurden den Jugendwarten Beispiele zum Missbrauch des Mediums. Die Bandbreite der Vergehen mit Mobbing, Rufmord und sexuellen Übergriffen ist sehr breit. Der Fachmann erarbeitete mit den Anwesenden einige vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung derartig negativer Nutzung der neuen Medien. Fazit: Erst denken- dann posten.

Eine starke Verzahnung konnte mit dem nächsten Tagungspunkt hergestellt werden. Hier erarbeiteten sich die Nachwuchskräfte Informationen zum Thema Mobbing im täglichen Umgang mit Jugendlichen.

Die Schiedsrichterin Stefanie Kugelmann führte die Anwesenden mit ihrer charmanten Weise durch die Voraussetzungen  und Richtlinien für die Leistungsprüfung der Deutschen Jugendfeuerwehr. Dieser Leistungsnachweis ist die anspruchvollste Prüfung innerhalb der Jugendfeuerwehr. Geprüft werden feuerwehrtechnische Fähigkeiten und Kenntnisse in Theorie und Praxis. Ebenso wird auch die sportliche Leistungsfähigkeit der gesamten Gruppe bewertet. Diese Prüfung ist eine hohe Bewährungsprobe für alle Beteiligten.

Licht ins Dunkel zu Fragen rund um die Jugendflamme des DJF brachte der Jugendwart Steffen Baumgart. Die Jugendflamme erstreckt sich über die gesamte Zeit der Ausbildung. Unterschiedliche Themen begleiten die Jugendlichen in Form von Theorie und Praxis in ihrem Werdegang. Der Vortragende bestach durch sein umfangreiches Fachwissen.

Leider verlassen sehr viele topausgebildete Feuerwehrangehörige nach der Ausbildung die Feuerwehr. Die Gründe sind sehr unterschiedlich. Im Vordergrund steht natürlich die individuelle Berufsausbildung sowie geänderte Freizeitverhalten der jungen Erwachsenen.
Um dem Abwandern der Fachkräfte entgegen zu wirken, wurden während des Weiterbildungstages Arbeitsgruppen gebildet. Ziel war es, Anreize und Lösungsansätze für eine Integration in die aktive Wehr zu finden. Die gesammelten Ideen wurden anschließend im Plenum besprochen, an den Lösungen wird gearbeitet.

Kreisjugendwart Willi Sauter bedankte sich bei allen Referenten und schloss den Tag mit dem Leitspruch der Floriansjünger: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

Text/Bilder: Karlheinz Schwehr

Categories: Landkreis Günzburg

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